Bischofsresidenz Burg Ziesar

Bevor Sie nach Ziesar aufbrechen, üben Sie bitte: Zi - E - Sar ... mit der korrekten Aussprache des Ortes können Sie bei den Bewohnern mächtig Eindruck schinden und gewinnen Freunde für's Leben ...

Der slawische Name Ziesar bedeutet frei übersetzt „Ort hinter dem See“ und spielt auf die naturräumlichen Gegebenheiten an: Die Burg lag strategisch günstig auf einem Höhenrücken zwischen Seen und dem Feuchtgebiet des Fiener Bruchs - und deckte die Verbindung zwischen Magdeburg und Brandenburg.

Nach der ersten urkundlichen Erwähnung im 10. Jahrhundert, begann ab Mitte des 14. Jahrhunderts der Ausbaus Ziesars zur bischöflichen Residenz. Der Bau einer Kapelle, die heute noch erhalten ist, die Umgestaltung des Wohnbereichs (schon damals gab es eine Fußbodenheizung im Saal) oder repräsentative Fassadengestaltung gehen auf das Wirken verschiedener Bischöfe zurück. Mit der Reformation endete die Zeit der bischöflichen Residenz.

Sitz der Amtsverwaltung, Privatbesitz, Flüchtlingsunterkunft, Schulinternat - nach einer wechselvollen Geschichte wurde die Burg bis 2005 zu einem Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters umgebaut. Ergänzt wird die Dauerausstellung "Wege in die Himmelsstadt" seit 2013 durch eine Sonderausstellung "Frühstück - Fasching - FDJ" zum Internatsleben, die als Rundgang mit Tablet-PC absolviert wird. Das Museum hat von April bis Oktober geöffnet.

Auf dem ehemaligen Wirtschaftshof der Burg befindet sich das Heimatmuseum der Stadt Ziesar. Auf etwa 180 m² werden die Zeugnisse der historischen Entwicklung der Stadt Ziesar ausgestellt. Ein „Haus" im Haus veranschaulicht die Lebensgewohnheiten vor 100 Jahren.

Regelmäßig finden Veranstaltungen auf dem Burggelände statt - von gegorianischer Musik in der Kapelle über Sommertheater und Freiluftoper bis hin zum Mittelalterfest. Letzteres findet regelmäßig im September mit der Burgerstürmung mittels Tribock und anderen mittelalterlichen Waffen seinen Höhepunkt!

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Tel. 033848 60004
E-Mail: info@flaeming.net

 

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