Skulptur auf der Kunstspur mit einem Betrachter im Vordergrund

Kunstspur (2006)

Die Kunstspur Hoher Fläming war als regionaler Wettbewerb konzipiert und richtete sich sowohl an Laien als auch an professionelle Künstler. Sie war auch als heimlicher Probelauf für den später eröffneten größeren Kunstwanderweg gedacht. Die Probe erwies sich als echter Überraschungserfolg. Zur Vernissage am 11.06.06 strömten die Besucher in großer Zahl und auch danach war der Weg vielbegangen. Nur zwei Sommer lang schlängelte sich die Kunstspur von 2006 bis 2007 durch ein Gebiet, das wie der Hohe Fläming im Westentaschenformat erscheint: Blumenwiesen mit Schafen, Kiefernwälder, Hügel mit berückender Aussicht, Acker- und Dorfränder – alles auf nur 30 Minuten Fußmarsch zu erleben!
Auf dem 2,5km langen Rundwanderweg bei Hagelberg haben 8 Künstler/Künstlergruppen aus dem Fläming ihre Arbeiten ausgestellt. Einige Kunstwerke waren vergänglich und so sind heute nur noch vier Objekte vorhanden.
Foto: „Leben nach der Eiszeit-Teilobjekt Samenkugeln“
von Uwe Schmiade, Anja Pohl und Anne Büchner,Jeserig

 

Skulptur lichtwolke im Skulpturenpark Wiesenburg

Skulpturengarten im Schlosspark Wiesenburg (2004)

Der 110 ha große Wiesenburger Schlosspark aus dem 19. Jahrhundert bekam für eine Saison mit den wunderbaren 25 Skulpturen von Künstlern aus ganz Deutschland ein neues Gesicht. Das Konzept der Ausstellung sah vor, dass mit dem Skulpturenrundgang fast zweidrittel des Parks erschlossen wurden. Die Standorte der Skulpturen waren individuell mit den Besonderheiten der Parkbereiche abgestimmt und bildeten eine harmonische Einheit mit diesem, sodass sie nun doch fehlen.
Die Ideengeberin der Skulpturenausstellung Maria Berberich, Bildhauerin aus Berlin, hatte die Ausstellung unter das Motto „be-greifbar“ gestellt und ihren Beitrag ganz auf die Gegebenheiten des Parks zugeschnitten. So entstand auch das Logo für die Skulpturenausstellung aus dem Muster der Teppichbeete im Parterre. Die harmonisch in den Park eingepassten Standorte der Skulpturen haben die ursprüngliche Idee des Parks deutlicher gemacht, z.B. wurden Sichtachsen betont und dadurch
wahrnehmbar. Baumgruppen und Wasserflächen machten mit originellen Skulpturen auf sich aufmerksam. Mit den in den Bäumen hängenden „plastischen Bildern“ von Maria Berberich wurden Himmel, Wasser und Erde miteinander verbunden.
Das Lichterfest als Abschlussveranstaltung der temporären Skulpturenausstellung hat sich inzwischen als ein jährlich Ende September stattfindendes Ereignis etabliert. Ohne die tatkräftige Unterstützung der Gemeinde Wiesenburg/Mark und eine ausreichende finanzielle Unterstützung über Leader + (EU-Mittel) wäre das Vorhaben trotz des großen Engagements aller Beteiligten nicht in dieser Qualität und diesem Umfang möglich gewesen.

 

Bild einer Arbeit im Rahmen von en route.

en route (2003)

En Route war ein Künstleraustauschprojekt zwischen Polen, Spanien und Deutschland, das von Kunstpflug e. V., mit Sitz in Baitz im Fläming unter der Leitung von Susken Rosenthal veranstaltet wurde. Präsentiert wurden situationsbezogene Kunstobjekte an europäischen Nebenstraßen im Winter 2002 (Vorrunde Landmarken) und im Herbst 2003 (Hauptprojekt en route).
Die Ausstellung war für Autofahrer konzipiert. Themen wie Mobilität, Geschwindigkeit und die Flüchtigkeit des Augenblicks standen im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung. Die Vermittlung von Kunst im öffentlichen Raum, der Anspruch auf Aktualität und der internationale Netzwerkgedanke waren für die teilnehmenden Organisationen von zentraler Bedeutung.
In Deutschland waren die Arbeiten zwischen Bad Belzig und Brück an der B246 zu sehen.

Weiter Informationen finden Sie unter:
www.kunstpflug.de/archiv

Foto: Installation "Warum? Woher? Wohin?" von Ginevra Godin