Bild: Plane bei Rädigke

Die Plane bei Rädigke

Wasser

1. Das Gewässernetz im Naturpark

Nach Stillgewässern sucht man im Fläming meist vergebens. Keine natürlichen Seen, nur eine Handvoll künstlich angelegter Dorfteiche sind zu finden. Zwar gibt es reichlich Sand, doch auch das Meer ist weit. Lediglich ein lockeres Netz kleiner Bäche, Flämingfließe genannt, ziert den Naturpark. Diese Bäche haben es jedoch in sich: An ihren häufig kilometerlangen naturnahen Läufen tummeln sich noch Tier- und Pflanzenarten, die in Brandenburg bereits auf die Rote Liste der besonders gefährdeten und schützenswerten Arten gesetzt werden mussten. Außer in der Prignitz sind nirgendwo in Brandenburg die Bäche so sauber und klar. Eine Vielzahl von Quellen speisen die kleinen Flämingfließe, so dass man seit alters her über den Fläming sagt: Arm an Korn – Reich an Born.

2. Schwindbäche im Naturpark

Nur im Nordosten des Naturparks findet sich ein dichtes Gewässernetz: Die Plane und ihre kleinen Nebengewässer durchfließen hier die Belziger Landschaftswiesen. Ins Auge fallen besonders die schnurgeraden und regelmäßig angeordneten Gräben, die zur Entwässerung dieser feuchten Niederung angelegt wurden.

Die „großen Drei“ des Naturparks: Buckau, Verlorenwasserbach und Plane, suchen sich hingegen noch mit vielen Windungen und Kurven ihren Lauf durch den Hohen Fläming.

Eine regionale Besonderheit sind die „Schwindbäche“, die nirgendwo münden. Schon nach kurzem, wenige Kilometer langen Lauf versickern sie in wasserdurchlässigen Bodenschichten wieder. Sie verlaufen dann, wie zum Beispiel bei Dretzen, Reetz oder Schlamau in abflusslosen Becken buchstäblich im Sande.

Früher tauchte der Verlorenwasserbach kurz hinter seiner ursprünglichen Quelle bei Weitzgrund wieder in den Sandboden ab. Erst einige hundert Meter weiter kam er wieder ans Tageslicht. Inzwischen hat sich sein Quellgebiet bachaufwärts verlagert und das Gewässer hat heute einen ununterbrochenen Lauf.

Das Paradebeispiel eines „verlorengehenden“ Baches ist das Springer Fließ. Es entspringt als Seegraben bei Wiesenburg und fließt in das Rummelsystem beim kleinen Ort Spring, wo es schließlich versickert.