Garten der Sinne

Unser Garten wurde 2010 aus Mitteln des Konjunkturpakets zu einem „Garten der Sinne“ barrierefrei umgestaltet. Duftende Kräuterstauden, üppiges Farben- und Formenspiel der Natur, eine Kräuter-Märchen-Muschel, die zum Verstecken einlädt, Kräuterbänke zum Entspannen – im Naturgarten des Naturparkzentrums gibt es viel zu entdecken!

Kräuterbänke

Eine Wiederentdeckung der steinernen Duftbänke aus dem Barock: Vier Kräuterbänke laden im Garten zum Probesitzen ein. Je nach Beschwerde empfehlen sich andere Duftrichtungen. Die ätherischen Dämpfe des Thymians helfen bei Problemen mit der Atmung. Der Wilde Majoran, auch Oregano genannt, soll erloschenen Lebensmut wieder aufrichten und den Menschen fröhlich machen. Die Kamillebank lockt bei Verspannungen und Unruhe. Bei Erkältungen sollten Sie sich einmal auf der Minzebank ausruhen.

Streuobstwiese

Früher gehörten Streuobstwiesen zum Landschaftsbild, auch im Fläming. Diese traditionelle Form des Obstbaus – im Unterschied zum eintönigen Niederstamm-Obstbau in Plantagen – hatte bis Mitte des 20. Jahrhunderts eine große kulturelle, soziale und ökologische Bedeutung. Durch intensive Landwirtschaft sowie durch modernes Bau- und Siedlungswesen wurden jedoch Streuobstwiesen inzwischen stark dezimiert. Sie gehören heute zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas.

Auf unserer kleinen Streuobstwiese stehen Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Maulbeeren und Quitten. Das selbstverständlich unbehandelte Obst wird in unserer Naturparkwerkstatt zu leckeren Konfitüren verarbeitet.

Kräuter-Prärie

Die Prärie ist geprägt durch ihre wilde Schönheit: eine wogende, in sich verwobene Farbwolke, die zu jeder Jahreszeit ein neues Gewand annimmt. Ganz im Gegensatz zu der klassischen Staudenrabatte, in der jede Pflanze ihren festen Platz einnimmt, lassen wir uns jedes Jahr aufs Neue überraschen, welche Einjährigen sich Jahr für Jahr einen neuen Nachbarn gesucht haben!

Märchenmuschel

Die Muschel – ein Sinnbild für Geborgenheit – wird in unserem Garten durch rohe Koppelpfähle gebildet. Die Natur, Blätter, Blüten, Früchte, drängen in die Muschel. Sie lädt zum Ausruhen, Zuhören und Beobachten ein. Der heimische Künstler Carsten Tarrach gestaltete verschiedene pflanzenmythologische Reliefs wie den Eisenhut, welcher aus dem giftigen Geifer des verzweifelten Höllenhundes Zerberus erwuchs oder die Rose als Denkmal für eine wunderschöne Nymphe, die auf unerklärliche Art zu Tode gekommen war.

Lehmbackofen

Die Herstellung von Brot, Brötchen, Kuchen oder Pizza im Lehmbackofen fasziniert alle Generationen. Dieses Erlebnis lassen wir mit unserem selbstgebauten Backofen Wirklichkeit werden. Mit Schulklassen und Wandergruppen oder zu Festen feuern wir den Backofen an und backen zum Beispiel leckere Brote mit Kräutern und Blüten aus unserem Garten.

LandArt-Werkbank

Auf unserer Werkbank können Sie selbst zum Künstler auf Zeit werden und kleine Kunstwerke gestalten! In  Gefäßen unter der Eichenbohlenplatte stehen verschiedene Naturmaterialien bereit, mit denen Sie nach Herzenslust kreativ werden können. Wir nutzen die Werkbank außerdem im Rahmen unseres Umweltbildungprogramms – unsere Naturparkwerkstatt findet auch im Freien statt!

Lesesteinhaufen

Die Gletscher der letzten Eiszeit brachten als Mitbringsel Steine mit, viele Steine. Beim Ackerbau stören sie, werden daher vom Acker gelesen und am Rand aufgeschichtet - zu den bekannten Lesesteinhaufen. Als wertvolle Biotope sind diese in Brandenburg gesetzlich geschützt, denn sie dienen vielen Tierarten als Unterschlupf, Brutplatz oder Überwinterungsquartier. Sonnenanbeter wie Eidechsen nutzen die aufgeheizten Steine gern als Wärmeplatte. Ein Lesesteinhaufen ist auch ein schöner Blickfang im eigenen Garten!

Wildobsthecke

Kaum jemand weiß es noch: Schlehen, Wildrosen, Felsenbirnen, Kornelkirschen, Sauerdorn, ja sogar die Früchte der Eberesche können in der Küche verarbeitet werden! Viele dieser Arten wie Sanddorn oder Eberesche enthalten sogar mehr Vitamin C als die Zitrone. Wir stellen in unserer Naturparkwerkstatt leckere Aufstriche daraus her.

Doch auch Tiere erfreuen sich an dieser Vielfalt: Insekten fliegen die Blüten für Pollen und Nektar an, dornige Sträucher eignen sich hervorragend als Nistgehölze. Viele Vogelarten profitieren auch von den Früchten, allein die Sanddornfrüchte dienen vor allem in strengen Wintern 42 Vogelarten als Nahrung, bei der Eberesche sind es sogar 63! Ersetzen Sie doch in Ihrem eigenen Garten die fremdländischen Nadelbäume auch nach und nach durch heimische Wildobststräucher ...

Wildblumenwiese

Golfer freuen sich über einen kurz geschorenen Rasen. Schmetterlinge, Vögel, Bienen und Hummeln „fliegen“ jedoch auf bunte artenreiche Blumenwiesen.

Möchte man statt eintönigem, pflegeintensivem „getrimmtem“ Zierrasen eine bunte abwechslungsreiche Blumenwiese vor der Haustür haben, muss man zunächst auf Dünger verzichten. Salbei, Hornklee, Flockenblume und Karthäusernelke können sich nur auf magerem Boden gegen die konkurrenzstarken Gräser behaupten. Zu häufiges Mähen fördert ebenfalls vor allem die Gräser und verhindert, dass höherwüchsige Arten Blüten bilden.

Sonnenschein-Autograph

Ein Blick in die Glaskugel verrät, ob die Sonne geschienen hat ... Wenn die Sonne scheint, wirkt die Glaskugel als Linse und brennt ein Loch in den Messstreifen. Schiebt sich eine Wolke vor die Sonne, hat das „Gekokel“ ein Ende. Und am Ende des Tages kann abgelesen werden, wann wie lange die Sonne geschienen hat. Ein Blick in die Zukunft ist leider noch nicht möglich ...

Wetterstation

Das Naturparkzentrum hat seine eigene Wetterstation! Windstärke und Windrichtung, Temperatur, Niederschlag - wird alles automatisch erfasst und die Daten an einen Server gesendet. Die aktuellen Rabener Wetterdaten finden Sie demnächst auf dieser Internetseite. Dank der Webcam können Sie sich bereits jetzt ein aktuelles Bild vom Wettergeschehen in Raben machen (rechte Spalte).

 
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Naturparkzentrum
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Tel. 033848 60004
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